10 Tipps für dein Zeitmanagement als Autor*in
10 Tipps für dein Zeitmanagement als Autor*in: Bild mit einer Uhr.

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„Der Tag hat einfach nicht genug Stunden.“

Kommt dir diese Aussage bekannt vor? Zu wenig Zeit für die vielen Aufgaben, die mit dem Schreiben eines Buchs einhergehen - das ist die regelmäßige Herausforderung eines jeden Autors oder einer jeden Autorin. Und das gilt sowohl für Profis als auch für Anfänger in der Buchbranche. Die beste Hilfe, um (täglich) zu schreiben und die geplanten Wörter zu erreichen, ist ein gutes Zeitmanagement. Mit dem richtigen Selbstmanagement findest du jeden Tag ein wenig Zeit, um an deinem Manuskript zu arbeiten.

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Häh? Spinnt die jetzt? Okay, natürlich hat der Tag nur durch ein organisiertes und geplantes Zeitmanagement nicht auf einmal mehr als 24 Stunden. Klar. Na ja, Zeitmanagement basiert vor allem darauf, dass du deine verfügbare Zeit effektiver nutzt und so mehr schaffst. Im Prinzip sind es zwei zentrale Punkte:

  • die bessere Organisation deiner Zeit und
  • die Vermeidung von Zeitkillern.

 

Dabei muss dir klar sein, dass ein gutes Selbstmanagement auch von dir einiges fordert, wie z. B. Prioritäten zu setzen und diszipliniert an deinem Buch zu arbeiten.

Bevor wir nun also gemeinsam in das Zeitmanagement für Autoren und Autorinnen einsteigen, hier noch etwas Wichtiges: Dies ist sicher nicht deine erste Recherche zum Thema Zeitmanagement für Autoren, zum Thema „Wie schreibe ich ein Buch“ oder zu ähnlichen Dingen. Du dürfest also inzwischen über die typischen Zeitmanagement-Methoden wie die ABC-Analyse oder das Eisenhower-Prinzip gestolpert sein. Auch To-do-Listen oder Zeitpläne etc. sind dir sicher schon über den Weg gelaufen. Beachte dabei jedoch, dass diese Methoden für den Alltag im Büro erarbeitet wurden und dort – richtig angewendet – sehr hilfreich sein können. Für Autoren und Autorinnen, die eher in ihrer Freizeit an ihrem Buchprojekt schreiben, sind diese Tipps jedoch oftmals nicht oder nur teilweise praktikabel.

In diesem Artikel möchte ich dir daher Herangehensweisen und mögliche Strukturen für dein Selbstmanagement als Autor*in an die Hand geben, aber vielleicht auch das ein oder andere Tool vorstellen.

Wenn du noch weitere Tool-Tipps haben möchtest, dann schau doch auf meinen Social-Media-Kanälen vorbei oder abonniere den Newsletter. In meiner Sprachen-Gazette werde ich auch immer wieder verschiedene Tools vorstellen.

 

Die richtige Planung bringt dich weiter!

Bevor du mit deinem Schreibprojekt beginnst, solltest du dir Zeit für die Planung nehmen. Denn ein Schreibprojekt beinhaltet nicht nur das Schreiben selbst. Vielmehr gehören viele einzelne Schritte auf dem Weg zum fertigen Buch dazu: die Idee entwickeln, plotten, schreiben, überarbeiten, Cover beauftragen, Marketing anstoßen, Social-Media-Kanäle füttern etc.. All das und noch viel mehr gehören zu den Tätigkeiten, die während eines Buchprojekts zu erledigen sind. Und das kann manchmal ganz schön überwältigend und stressig sein. Mein erster Tipp ist daher:

1. Plane dein Buchprojekt in einzelnen Schritten & priorisiere, was wichtig ist!

Verschaffe dir zunächst einen Überblick über dein Projekt. Was ist zu tun und bis wann sollte welcher Schritt erledigt sein? So verhinderst du, dass du blindlings drauflos arbeitest und hinterher dein Ziel überhaupt nicht erreichst. Oder vielleicht sogar Dinge erledigst, die total überflüssig sind. Durch eine gute Planung deines Schreibprojekts weißt du immer, was als Nächstes zu tun ist. Das gilt übrigens nicht nur für den Anfang des Schreibprozesses, sondern für jeden einzelnen Tag, an dem du an deinem Roman arbeitest.

Willst du ein Buch schreiben, dann teile die großen Aufgaben, wie beispielsweise die Rohfassung schreiben, die Überarbeitungsphase, das Marketing, die Layoutarbeiten, den technischen Aufsatz und die Einarbeitung der Rückmeldungen deiner Testleser*innen etc., in einzelne kleine Schritte auf.

Setze dir ein Veröffentlichungsdatum und plane von dem Moment an rückwärts. Eine mögliche Methode ist die Ableitung von Quartals-, Monats- und Wochenschritten. Dafür schreibst du zunächst alle To-dos rund um dein Buchprojekt auf und brichst diese dann zunächst auf Quartale runter. Im zweiten Schritt nimmst du dir jedes Quartal und schriebst dir auf, welche Aufgaben du in welchem Monat erledigen willst. Der nächste Schritt ist klar, oder? Bedenke dabei nicht nur den reinen Schreibprozess, sondern auch Dinge wie Social Media, einen eventuellen Newsletter oder Events, an denen du teilnehmen willst.

Mit dieser Methode erhältst du nicht nur einen guten Überblick über dein Projekt und was dafür alles zu tun ist, sondern erhältst auch einen Fahrplan für dein Buch.

Keine Sorge, der Zeitplan muss nicht in Stein gemeißelt sein, er soll dir nur dabei helfen, dein Buch auch irgendwann zu veröffentlichen.

Und das wichtigeste überhaupt: Plane dir Puffer mit ein – manche Schritte können länger dauern, als du zuerst angenommen hast. Vielleicht ist es dein erster Roman und du kannst die Zeiten noch nicht richtig einschätzen? Oder es tritt etwas Unvorhergesehenes in dein Leben.

2. Lass dein Schreibfeuer niemals erlöschen!

Aus welcher Motivation heraus schreibst du dieses Buch? Möchtest du dich als Experte oder Expertin in deiner Nische positionieren? Wolltest du schon als Kind dein eigenes Buch schreiben? Oder ist dir vielleicht eine tolle Buchidee in den Kopf geschossen und hat sich dort eingenistet? All das kann eine Motivation sein, ein Buch zu schreiben.

Wichtig ist: Diese Motivation darfst du auf dem Weg nicht verlieren! Motivation ist das Wichtigste, um ins Tun, also ins Schreiben zu kommen.

Ich finde, der Begriff Schreibfeuer passt hier ganz gut. Ein Feuer braucht immer wieder Pflege – sonst erlischt es irgendwann. Egal, ob Feuer im Kamin oder Lagerfeuer … es muss Holz nachgelegt werden, Asche zusammengeschoben werten etc. Okay, eigentlich will ich dir sagen: Deine Motivation ist dein Brennholz!!

Das hat jetzt nicht unbedingt etwas mit Zeitmanagement zu tun, aber dir immer wieder Gedanken darüber zu machen, wieso du eigentlich dieses Projekt begonnen hast, hilft dir dabei, wieder in dein Selbstmanagement zurückzufinden oder auch sog. Schreibblockaden zu überwinden. Kannst du dich nicht aufraffen, diszipliniert an deinem Buch zu arbeiten, frage dich: Warum schreibe ich dieses Buch? Was ist mein Brennholz?

3. Belohne dich, wenn du eines dieser Ziele erreicht hast.

Bei deinem Buchprojekt gelangst du nur durch Etappen zum Ziel. Damit dir auf dem Weg auf diesen kleinen Etappen nicht die Luft ausgeht, nutze die wunderbare Energie der Belohnung.

Ja, du darfst stolz auf dich sein, wenn du deine Zeit zum Schreiben eingehalten hast, dir mithilfe eines Szenentrackers den Plot deiner Geschichte genauer angesehen hast oder deine Figuren weiter ausgearbeitet hast. Es gibt viele Momente auf dem Weg zum veröffentlichten Buch, für die du dir auf die Schulter klopfen kannst. Und glaube mir, das wirkt wahre Wunder.

Zurück zu den Etappenzielen: Überlege dir kleine Belohnungen, die dir Spaß machen und dir guttun. Das kann wirklich alles sein: Einen Spaziergang machen, ein ausführliches Schaumbad etc. Ich bin mir sicher, da fällt dir so einiges ein. Immer, wenn du eine Etappe erreicht hast, belohne dich mit einer solchen Belohnung.

Aber … diese Belohnungen sollten wirkliche Belohnungen sein. Nutze sie nicht in den falschen Momenten und auch nur dann, wenn du wirklich eines dieser Etappenziele erreicht hast. Achte darauf, dass du dich wirklich auf die Belohnungen freust, dass sie etwas Besonderes sind.

Bild von einer Uhr auf einem Regal. Dahinter ein Wand mit gezeichneten Elementen.

Disziplin - die Basis für gutes Zeitmanagement

Oh oh, jetzt kommt das, was die meisten an dem Thema Zeitmanagement so hassen: Disziplin. Ja, zu einem guten Selbstmanagement gehört es auch, sich in Disziplin zu üben. Egal, ob im Büro, auf der Baustelle oder am heimischen Schreibtisch.

4. Versuche, 30 bis 60 Minuten am Tag zu schreiben

Du arbeitest Vollzeit, kümmerst dich um die Familie und hast eigentlich schon einen vollen Terminkalender? Klar, sich dann Zeit zum Schreiben zu nehmen ist oft schwierig.

Dennoch glaube ich, dass du es schaffen kannst, dir jeden Tag ein kurzes Zeitfenster freizuschaufeln. Schon 30 bis 60 Minuten am Tag reichen, um dein Manuskript voranzubringen. Aber auch wenn es nur 15 Minuten sind – sie bringen dich auf jeden Fall weiter. Stelle dir die gewünschte Zeit z. B. auf einem Wecker ein und arbeite diese Zeit intensiv ohne Pause an deinem Roman. Klingelt der Wecker, kannst du den Stift fallen lassen oder – wenn du gerade einen „Run“ hast – auch gerne weiterschreiben.

Ziel ist es, dir in deinem stressigen Alltag mit dem richtigen Zeitmanagement kleine Zeitinseln für deinen Roman zu schaffen.

Und das schönste ist: Diese kleinen Zeitinseln kannst du auch mit deiner Familie absprechen. Einen ganzen Tag am Schreibtisch sitzen und keine Zeit für die Familie haben ist etwas anderes, als jeden Tag eine halbe Stunde. Schalte in dieser Zeit auch dein Handy aus und sage deiner Familie, dass du nicht gestört werden möchtest.

Empfindest du 30 bis 60 Minuten als zu kurz? Bei diesem Schritt geht es vor allem darum, eine Routine zu entwickeln und so kontinuierlich an deinem Buch zu arbeiten, ohne die Motivation zu verlieren.

5. Feste Schreibzeiten

Dieser Tipp zum Selbstmanagement t ist die Weiterentwicklung der 30 bis 60 Minuten langen Schreibzeiten. Vielleicht gelingt es dir, über diese kurzen Schreibzeiten herauszufinden, zu welcher Tageszeit du am effektivsten und produktivsten Schreiben kannst? Hast du das Gefühl, eine bestimmte Tageszeit ist die Richtige für dich? Dann plane diese Zeit als regelmäßige Arbeitszeit für dein Buchprojekt.

Dieser Tipp ist vor allem für diejenigen, die nicht so sehr mit dem Problem „keine Zeit“ kämpfen, sondern eher mit der Disziplin hadern. Hättest du regelmäßig Zeit an deinem Roman zu arbeiten, aber irgendwie kommt dir immer etwas „dazwischen“? Dann stimmt etwas mit deinem Zeitmanagement nicht. Die Lösung dieses Problems: feste Schreibzeiten pro Tag.

Zu Beginn reicht es, wenn du die 30 bis 60 Minuten aufgreifst und jeden Tag in einer festen Zeit wie etwa zwischen 19:00 und 20:00 Uhr an deinem Manuskript arbeitest. Später kannst du diese Zeit dann beliebig verändern. Und wie gesagt, suche dir die Tageszeit, in der du das Gefühl hast, am effektivsten arbeiten zu können.

Du wirst sehen, dein Manuskript wird große Fortschritte machen.

Beachte bei diesem Schritt auch die vorhergehenden Punkte: Ohne deine Motivation wirst du diese Schreibzeiten nicht einhalten. Hast du das Gefühl, dass diese festen Zeiten dich zunehmend einengen? Verändere etwas! Probiere zum Beispiel etwas völlig Neues aus: Schreibe in einem Café, in der Küche oder in einem Park. Für viele Autoren und Autorinnen ist das Sofa vor dem Fernseher übrigens ein inspirierender Ort – da ist schon so mancher Thriller oder Krimi entstanden.

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Vermeide mögliche Ablenkungen und reduziere Zeitkiller!

6. Nutze Wartezeiten effektiv

Überall muss unsereins ständig warten: Auf den nächsten Bus, im Wartezimmer auf den Arzt oder auf die Freundin, die mal wieder zu spät zum vereinbarten Kaffeekränzchen kommt. 😉 Zu einem effektiven Zeitmanagement gehört es auch, diese kleinen Zeitfenster zu nutzen.

Mir passiert das zum Beispiel sehr häufig: Ich sitze im Bus oder liege schon im Bett und warte darauf, dass mein Freund endlich aus dem Badezimmer gestiefelt kommt. Gerade dann fallen mir die tollsten Ideen ein! Deswegen habe ich immer ein Notizbuch dabei. Bei mir ist es einfach ein kleines A6-Büchlein mit leeren Seiten und dort trage ich alles ein, was mir einfällt. Das können Ideen zu den Figuren sein; Szenen, die ich im Bus beobachte und die meinen Plot ergänzen könnten oder einfach Ideen für Social Media.

Das Notizbuch hilft dir aber nicht nur dabei, spontane Ideen festzuhalten, sondern du kannst es auch ganz gezielt für die Arbeit an deinem Buch nutzen. Vielleicht kannst du in der kurzen Zeit ein Kapitel strukturieren oder einen Charakter in seinen Grundzügen erstellen. Oder du liest eines deiner bereits erstellten Kapitel Korrektur und machst dir Anmerkungen, die du zu Hause am Schreibtisch noch mal überprüfst.

7. Beende angefangene Arbeitsprozesse – oder Monotasking statt Multitasking

Ein gutes Selbstmanagement beinhaltet auch das Beenden einzelner Arbeitsprozesse oder -schritte am gleichen Tag. Und was meint sie nun wieder damit?

Ein Beispiel: Du schreibst einen umfangreichen historischen Roman und recherchierst zu einem spezifischen geschichtlichen Ereignis. Das bedeutet, du sammelst viele Daten und Fakten. Logisch, das ist nicht gerade die interessanteste Arbeit, aber ein wichtiger Bestandteil deines Buchprojektes. Aufgrund dieser Monotonie hast du vielleicht schnell keine Lust mehr und möchtest stattdessen etwas Interessanteres machen: Der Covervorschlag wartet noch auf Begutachtung oder ein Post auf Social Media sollte kommentiert werden. Und am nächsten Tag? Oder am übernächsten Tag? Irgendwann wirst du dich mit dieser Recherchearbeit beschäftigen müssen. Hinzu kommt, dass du dich nun noch mal in die Arbeit reindenken musst und zusätzlich dazu wieder mit der Monotonie zu kämpfen hast.

Versuche daher, einzelne (oft kleinere) Arbeitsprozesse zu bündeln und am gleichen Tag zu beenden. So verhinderst du, dass du dich am Folgetag erneut einarbeiten musst – was je nach Aufgabe auch Zeit frisst.

Achte dabei darauf, dass du nur ähnliche Aufgaben bündelst und nicht versuchst, diese alle gleichzeitig zu erledigen. Arbeite sie stattdessen nacheinander ab. Also kein Multitasking, sondern Monotasking. Beim Multitasking ist die Verzettelungsgefahr gigantisch. Und Multitasking steigert den Stress, was zu Fehlern führen kann, die wiederum Zeit kosten.

Zusatztipp: Erledige jeden Tag eine unangenehme Aufgabe gleich zu Beginn deiner Schreibzeit. Dann hast du sofort dieses gute „Geschafft-Gefühl“ und den positiven Effekt, dass du wichtige Aufgaben nicht mehr so lange aufschiebst.

8. Schalte deine Zeitkiller aus

Um mehr Zeit zum Schreiben bzw. für dein Buchprojekt zu finden, ist es zudem wichtig, die Zeitkiller in deinem Leben konsequent (zumindest während der Schreibzeiten) zu eliminieren. Jede*r hat seine oder ihre ganz persönlichen Zeiträuber. Um diese Ablenkungen abschalten zu können, musst du sie natürlich erst einmal erkennen. Damit du ihnen auf die Schliche kommst, setze dich in und mache deine eigene Bestandsaufnahme. Schreibe sie alle auf und das am besten über mehrere Tage! Aus Erfahrung kann ich dir sagen: Diese Liste füllt sich schneller, als dir lieb ist.

Welche Form von Zeitkillern gibt es denn überhaupt? Während meiner Arbeit konnte ich verschiedene Zeitkiller für mich ausmachen. Vielleicht kommen dir diese ja bekannt vor?

1. Persönliche Zeitkiller,
2. die Sozialen Medien,
3. mein Perfektionismus,
4. mein innerer Kritiker und
5. meine Aufschieberitis.

Wie ich mit diesen Zeitkillern umgehen und welche Tipps ich über die Zeit gesammelt habe, erfährst du in einem meiner folgenden Artikel.

Das Erkennen und Bekämpfen von deinen persönlichen Zeitkillern ist eine sehr effektive Methode, um mit deinem Manuskript voranzukommen. Teilweise schlägt es sogar jedes gute Zeitmanagement.

Aber auch hier kommst du ohne Disziplin nicht weiter. Sei einfach konsequent und eliminiere deine Zeitkiller während deiner Arbeitszeiten. Schalte zum Beispiel dein Smartphone auf stumm und lege es in einen anderen Raum. Bist du Perfektionist*in oder hast du einen Hang zur Aufschieberitis? Dann kommst du nur weiter, wenn du deine Gewohnheiten veränderst. Das ist weiß Gott nicht einfach! Doch die Mühe lohnt sich: Am Ende hast du mehr Zeit für dein Buch.

Foto von einer Person, die mit einem Stift etwas in ein Notizbuch einträgt.

Führe ein Schreibjournal und erzähle von deinen Schreiberfolgen!

9. Führe ein Schreibjournal

Puh, noch mehr schreiben? JA! Mein absoluter Tipp für dich als Jungautor*in: Halte deine Schreiberfahrungen fest. Beantworte dort Fragen wie:

  • Was funktioniert gut für dich?
  • ​Was funktioniert weniger gut oder überhaupt nicht
  • Welche hilfreichen Herangehensweisen hast du für dein Projekt gefunden?
  • Was sind deine Zeitfresser?
  • Wie lautet deine Motivation?

 

Und ja, das kostet Zeit. Aber, diese niedergeschriebenen Erfahrungen werden dir am Ende mehr Zeit zum Schreiben bringen. Wie und warum? Erstens dauert es nicht lange, deine Erfahrungen oder Feststellungen zu notieren. Und zweitens werden deine gesammelten Erfahrungen zu einem deinem Schreibschatz, durch den es dir schneller und besser gelingt, in deinen Schreibflow zu kommen.

Blättere zum Beispiel durch diesen Schatz, wenn du eine Extraportion Motivation brauchst. Zudem kannst du anhand deiner Notizen herausfinden, ob die bis hierher besprochenen Tipps bzw. Schritte für dich noch stimmen. Stimmt deine Motivation noch, hast du wirklich alle Zeitfresser eliminiert oder haben sich Neue eingeschlichen?

Ein besonders wichtiger Aspekt deines Schreibjournals ist, dass du dein ganzes Schreiben durch dieses Journal ernster nehmen wirst. Durch das Journal baust du automatisch eine Überprüfungsphase in deinen Prozess mit ein. Es hilft dir, über dein Schreiben regelmäßig nachzudenken – du beobachtest dich sozusagen selbst.

Mach dir mit diesem Schreibjournal deinen Schreibprozess bewusst. So kannst du deinem Schreiben ganz automatisch mehr Raum in deinem Leben geben und lernst nebenbei noch, einfacher und regelmäßiger zu schreiben.

10. Commitment – erzähle anderen von deinem Buchprojekt

Als letzten Tipp auf deiner Buchreise und für dein besseres Zeitmanagement als Autor*in möchte ihr dir das Commitment ans Herz legen. Ich glaube, wir kennen das alle: Erzählen wir irgendjemandem von unserem Projekt, dann fühlen wir uns von außen dazu „gezwungen“, dieses Projekt auch fertig zu stellen.

Viele Autoren und Autorinnen haben da ganz unterschiedliche Herangehensweisen: Der eine veröffentlicht seinen Schreibfortschritt regelmäßig in den Sozialen Medien. Eine andere erzählt es Freunden und Bekannten und holt sich hier – eher im stillen Kämmerlein – die Rückmeldungen, die es für den weiteren Schreibprozess braucht.

Was auch immer der richtige Weg für dich ist: Erzähle anderen von deinem Buchprojekt, von deinen Fortschritten und von deinen Belohnungen, die du nach einer erfolgreichen Etappe redlich verdient hast. Auch kannst du deine Mitwisser in deinen Schreibprozess mit einbinden, indem du sie als Testleser*innen gewinnst.

Du siehst, es gibt einfache und effektive Schritte in Richtung gutes Zeitmanagement für Autor*innen und diese sind – je nach persönlichem Umfeld – gar nicht so schwer umzusetzen.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

Sabrina

 

PS: Solltest du Fragen oder weitere Tipps rund um Zeitmanagement für Autoren und Autorinnen haben, dann schreib mir doch einfach einen Kommentar! Auch ich bin noch auf der Suche nach dem perfekten Selbstmanagement für mich und verändere ständig meine Verhaltensweisen. Also: Jeder Tipp ist herzlich willkommen!

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